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| 01/2012 |
Stellungnahme des ANPISA-Vorstandes zur Struktur der pädiatrischen Versorgung in Sachsen-Anhalt |
| 09/2011 |
Am 3.9.2011 wählte die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand: Uwe
Mathony, CA der Kinderklinik Dessau, nimmt die bisherige Position von A.
Schobeß, der nach langjähriger Tätigkeit aus dem Vorstand ausschied,
ein.

Nach der Vorstandssitzung
in Bad Düben am 2.9.2011 (von links nach rechts): A. Schobeß, C. Presch,
G. Jorch, C. Hess, U. Lieser, B. Balischewski. |
| 10/2010 |
Kommentar des Verbandes der Universitätsklinikas Deutschlands e.V. (VUD) zur Frühgeborenenversorgung in Deutschland |
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Frühgeborenennachsorge
aus amtsärztlicher Sicht |
20.11.2007
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Pressemitteilung
Auf der ordentlichen
Mitgliederversammlung der Deutschen interdisziplinären Vereinigung
für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) am 20.11.2007 im
CCH Hamburg wurde
Prof. Dr. med. Gerhard Jorch, Direktor der Universitätskinderklinik
Magdeburg und
1. Vorsitzender des Arbeitskreises Neonatologie und Pädiatrische
Intensivmedizin
Sachsen - Anhalt in das siebenköpfige Präsidium dieses
medizinischen Verbandes gewählt. In der DIVI haben sich 9
medizinische Fachgesellschaften und 6 ärztliche Berufsverbände
zur Fortentwicklung und Förderung der Intensivmedizin und
Notfallmedizin in Wissenschaft und Praxis zusammengeschlossen. |
| 25.11.2006 |
Presseerklärung
Information des Arbeitskreises Neonatologie und Pädiatrische
Intensivmedizin Sachsen-Anhalt e.V (ANPISA)
Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden
ist die Säuglingssterblichkeit in Sachsen-Anhalt im Jahre 2005
mit 3,1 auf 1000 Lebendgeborene auf den niedrigsten Stand seit Erfassung
dieses Wertes gesunken. Außerdem steht damit Sachsen-Anhalt
hinsichtlich dieser Zahl, die als wichtiges Merkmal für die
Qualität der medizinischen Versorgung von Neugeborenen und
Säuglingen gilt, auf Platz 1 aller Bundesländer. Der Durchschnittswert
für Deutschland lag 2005 bei 3,9 mit einer Spanne von 3,1 bis
5,3. Bis 1998 hatte die Säuglingssterblichkeit in Sachsen-Anhalt
über dem Bundesdurchschnitt gelegen. Seit 1999 hat sie sich
günstiger als dieser entwickelt und belegt nun erstmalig den
Spitzenplatz.
Vor 50 Jahren starben noch etwa 40 von 1000. Während früher
Ernährungsstörungen und Infektionen die Haupttodesursachen
waren, stehen heute die extreme Frühgeburtlichkeit (< 1000
g Geburtsgewicht), schwere angeborene Störungen (z.B. Fehlbildungen
und Stoffwechselstörungen) und der Plötzliche Säuglingstod
(SIDS) im Vordergrund. Von den 17.166 Lebendgeborenen in Sachsen-Anhalt
im Jahre 2005 starben 53 im ersten Lebensjahr, davon 30 bereits
kurz nach der Geburt in der ersten Lebenswoche. Todesfälle
nach dem 1. Lebensmonat waren mit landesweit 15 Säuglingen
selten.
Die Landesregierung hatte 1998 die „Senkung der Säuglingssterblichkeit
auf Bundesniveau“ als Gesundheitsziel ausgegeben und seitdem
die stufengerechte Versorgung von Frühgeborenen < 32 SSW
in Perinatalzentren und perinatalen Schwerpunktkrankenhäusern
propagiert. Außerdem finanziert sie ein Fehlbildungserfassungssystem,
das einzige flächendeckende in Deutschland, an der Universität
Magdeburg. Ferner ist das Netzwerk für Klinische Studien an
der Universitätskinderklinik Magdeburg maßgeblich an
einer bundesweiten Erfassung und Untersuchung plötzlicher Todesfälle
in den ersten beiden Lebensjahren beteiligt.
Die ANPISA (www.anpisa.de) ist eine Fachgesellschaft von sachsen-anhaltinischen
Neugeborenenärztinnen und –ärzten, deren Ziel die
Förderung der Gesundheit und Entwicklung von Neugeborenen ist.
Prof. Dr. med. Gerhard Jorch
1. Vorsitzender der ANPISA
Direktor der Universitätskinderklinik Magdeburg
Magdeburg, den 25.11.2006
Anlage:
Säuglingssterblichkeit in Sachsen-Anhalt und Deutschland 1990-2005
(Graphik und Tabelle) |
| 07.06.2000 |
Pressemitteilung
68/2000 Halle, 29. Mai 2000
Säuglingssterblichkeit 1999 deutlich gesenkt
Im Jahr 1999 wurden in Sachsen-Anhalt 70 Sterbefaelle bei Saeuglingen
registriet, das waren 23 gestorbene Saeuglinge weniger gegenueber
dem Vorjahr.
Dadurch sowie bedingt durch die weitere Zunahme der Anzahl der Lebendgeborenen
um 663 auf 18 176 im vergangenen Jahr konnte die Saeuglingssterblichkeit
je 1 000 Lebendgeborene von 5,3 Promille auf 3,9 Promille im Jahr
1999 gesenkt werden. Noch deutlicher unter dem Landesdurchschnitt
lag die Saeuglingssterblichkeit im RB Dessau mit 3,1 Promille (Vorjahr
3,2 Promille) und im RB Halle mit 3,5 Promille (Vorjahr 5,4 Promille).
Im RB Magdeburg betrug die Saeuglingssterblichkeit 4,5 Promille
(Vorjahr 6,2 Promille). Von den 70 gestorbenen Saeuglingen waren
35 innerhalb der ersten 7 Tage nach der Geburt verstorben. Im Zusammenhang
mit der nach wie vor kaum veraenderten Anzahl der Totgeborenen -
im Jahr 1999 waren es 87 - konnte die perinatale Sterblichkeit nur
unwesentlich von 7,1 Promille im Jahr 1998 auf 6,7 Promille im Jahr
1999 gesenkt werden. Bei der perinatalen Sterblichkeit wird die
Anzahl der Totgeborenen und die der in den ersten 7 Tagen nach der
Geburt Verstorbenen auf die Gesamtzahl der Lebend- und Totgeborenen
bezogen. Die hauptsaechlichen Todesursachen im Saeuglingsalter waren
mit 36 Sterbefaellen (51,4 Prozent) Zustaende, die ihren Ursprung
in der Perinatalperiode haben, insbesondere die Fruehgeburten sowie
21 Sterbefaelle (30,0 Prozent) bedingt durch angeborene Fehlbildungen,
insbesondere den angeborenen Fehlbildungen des Kreislaufsystems.
Der ploetzliche Kindstod war in 6 Faellen fuer den Tod im Saeuglingsalter
verantwortlich.
Brief der Magdeburger Arbeitsgruppe an Prof. Pohlandt:
"Sehr geehrter Herr Pohlandt,
in Sachsen-Anhalt gibt es den Arbeitskreis Neonatologie und Pädiatrische
Intensivmedizin Sachsen-Anhalt e.V. , der auch mit einer Homepage
im Internet vertreten ist. In Sachsen-Anhalt arbeiten wir weiterhin
in 2 Arbeitsgruppen, die an die Perinatalzentren Halle und Magdeburg
angegliedert sind und geographisch den Regierungsbezirken Halle/Dessau
und Magdeburg entsprechen. Auf unserem letzten Treffen in Magdeburg
war mal wieder die Neonatalerhebung ( bei uns Neodok/Neolink) ein
Thema. Die Unzufriedenheit über die magere Datenlage machte sich
wieder Luft. Dabei entstand die Idee, die dringend benötigte Qualitätskontrolle
durch eine erweiterte Datenerfassung zu verbessern. Nun war den
Kollegen schon klar, daß der bisherige Konsens einer Neonatalerhebung
in der gesamten Republik schwer zu erreichen war. Da uns bewußt
ist, daß die Neonatalerhebung für Forschungszwecke ein ungeeignetes
Tool darstellt, wäre aber eine Erweiterung der erfassten Daten i.
o. S. wünschenswert. Die an die Landesärztekammern weitergegebenen
Daten sind aber unseres Wissens bundesweit identisch. Hier verhält
es sich bei den Programmen Neodok/Neolink/Neodat ähnlich wie mit
der KV-Schnittstelle bei den verschiedenen Arztprogrammen niedergelassener
Kollegen. Die Vermont-Oxford-Network-Database ist ein Beispiel in
der von uns gewünschten Richtung. Unsere Anfrage:
Gibt es eine Möglichkeit über die Neonatalerhebung die Basisdatenlage
zu erweitern und einen verbindlichen Standard den Herstellern von
Neonatalerhebungsprogrammen bundesweit vorzuschreiben? Wir lehnen
einen Alleingang für Sachsen-Anhalt ab. Für eine Stellungnahme wären
wir Ihnen sehr dankbar.
Für die Mitglieder der Magdeburger Arbeitsgruppe Dr. Stefan Avenarius"
Antwort von Prof. Pohlandt:
"Sehr geehrter Herr Avenarius,
es gibt grundsätzlich die Möglichkeit, die Neonatalerhebung zu verändern.
Sie ist von Neonatologen für Neonatologen gemacht und beliebig veränderbar.
Allerdings muß bei jeder Veränderung gefragt werden, wozu die Änderung
konkret dienen soll. Sie müßten einen entsprechen Wunsch/Vorschlag
über den Vertreter von SA im Arbeitskreis der Neonatalerhebungen
in den Arbeitskreis einbringen. Unabhängig von diesem Weg haben
Sie die Möglichkeit, für Ihren Bereich (SA) den Datensatz nach Ihren
Vorstellungen zu erweitern. Sie müßten für diesen Fall den/die Programmierer
der in Ihrem Bereich benutzen Software für die Erhebung dafür gewinnen,
das Programm zu ändern. Es gibt einen Standard für die Schnittstelle
bzw für den Datenexport von der Klinik and die Projektgeschäftsstelle
und einen Standard für Plausibilitätprüfungen, den Sie gegebenfalls
bitte von Frau Damm im QZ Hannover erfragen.
Mit freundlichen Grüssen F. Pohlandt" |
| 20.02.2000 |
Fehlbildungsmonitoring
Sachsen-Anhalt
Seit 1980 besteht an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg
ein Erfassungssystem für angeborene Fehlbildungen und Anomalien
bei Neugeborenen (Lebend -und Totgeborene, Abortinduktionen aus
medizinischer Indikation ab 16. SSW). Inzwischen wird eine Geborenenpopulation
von mehr als 250.000 Kindern und ein Zeitraum von 20 Jahren überblickt.
Die Rate großer, das heißt therapiepflichtiger Fehlbildungen liegt
bei 5 %.
Seit 1995 wird das Erfassungssystem als Monitoring-Zentrum zur Erfassung
von Fehlbildungen und Anomalien durch das Ministerium für Arbeit,
Frauen, Gesundheit und Soziales in Sachsen-Anhalt unterstützt. Das
Fehlbildungsregister stellt eine bundesweit einmalige Institution
dar. Lediglich die Stadt Mainz verfügt seit 1990 über ein ähnliches
Modell.
Das Fehlbildungsregister Sachsen-Anhalt arbeitet multizentrisch
und populationsbezogen. Grundlage der Erfassung ist ein standardisierter
Erhebungsbogen, der neben den Fehlbildungen selbst, Angaben zum
Kind, dem Schwangerschaftsverlauf einschließlich von Medikamenteneinnahmen
in dieser Zeit, Maßnahmen pränataler Diagnostik, zur Geburt, Familienanamnese
und einige sozialanamnestische Daten enthält. Erfassungszeitraum
ist die erste Lebenswoche. Die Mitteilung der Geborenen mit Fehlbildungen
erfolgt durch die geburtshilflichen und neonatologischen Einrichtungen.
Beteiligt sind aber auch die Einrichtungen der Pränataldiagnostik
und pathologisch-anatomische Institutionen.
Um langfristig Risikofaktoren für die Entstehung von Fehlbildungen
zu erkennen bzw. ungewöhnlichen Fehlbildungshäufungen nachgehen
zu können, werden seit einigen Jahren zusätzlich gesunde Kinder
als Kontrollen mitgeführt.
Die Ergebnisse der Fehlbildungserfassung werden in jährlichen Berichten
veröffentlicht, ausgewählte Ergebnisse publiziert. Seit 1992 ist
das Monitoring-Zentrum Mitglied der Assoziation europäischer Fehlbildungsregister
(EUROCAT).
Durch die Mitarbeit der Kliniken in den südlichen Landkreisen Sachsen-Anhalts
werden im Jahr 2000 erstmals die Fehlbildungen im gesamten Land
erfasst. |
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